Solitude-Promenade, Basel
Solitude-Promenade, Basel
2. Rang
Selektiver Wettbewerb, 2025
Auftraggeberin
Stadtgärtnerei Basel-Stadt
Federführung
Eberli Landschaftsarchitektur (Projektübernahme von Skala Landschaft Stadt Raum)
Verkehrsplanung
Belloli, Brugg
Bauingenieur/Geotechnik
Friedlipartner, Zürich
Ökologie
Regula Müller, Zürich
Visualisierungen
maaars, Zürich
Die Solitude-Promenade wird zum linearen Band, welches als eigenständige Freiraumtypologie lesbar, und punktuell von ergänzenden Freiräumen mit hoher Aufenthaltsqualität begleitet wird. Ausbuchtungen mit Sitzbänken befreien die Promenade von ihrer reinen Verkehrsfunktion und ergänzen den Fussweg mit Aufenthaltsmöglichkeiten. Neben diesen wegergänzenden Nischen auf Niveau der Promenade gelangt der Besucher an drei Stellen über die Rheinböschung bis zum Rheinufer. So entstehen in der Abfolge der Solitude-Promenade verschiedene Orte, welche sich in ihrem Massstab, Räumlichkeit und Atmosphäre wohltuend differenzieren.
Im Bereich der Solitude-Terrasse mit dem neuen Lift- und Treppenturm entsteht eine grössere Aufweitung mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Dieser Ort erhält in seiner Abwicklung quer zur Promenade seine hohe Freiraumqualität mit vielseitiger Programmierung und erhöhter Nutzungsdichte. Die Promenade wird wo nötig als Steg mit Stützen ausgestaltet. Dies besitzt den Vorteil, dass der Fuss- und Veloweg auf demselben Niveau bleibt und die Rheinböschung mehrheitlich dem bestehenden Terrain folgt.
Das Verkehrskonzept basiert auf den Prinzipien der selbsterklärenden Strasse und beeinflusst die Fussgängerinnen und Fussgänger wie auch die Velofahrenden so, dass sie die Anlage unbewusst erfahren und ihr Verhalten selbstverständlich und automatisch anpassen.
Durch die Besucherlenkung und der daraus entstehenden punktuellen öffentlichen Zugänglichkeit in den Bereich der Rheinböschung entstehen ruhige Abschnitte, in welchen Tiere und Pflanzen einen ungestörten Lebensraum erhalten und eine Längsvernetzung der Biotopverbundachse für trocken-warme Lebensräume sichergestellt werden kann.
Um die Zielvegetation mit Trocken- und Halbtrockenrasenflächen zu gewährleisten, erfolgt in den bearbeiteten Böschungsabschnitten ein neuer Aufbau mit humusarmem Oberboden, der durch einzelne Findlinge und Kleinstrukturen ergänzt wird. Ufer- und Gewässerbereiche werden in den Ruhezonen um Kleinstrukturen und Weidensträucher ergänzt. Holzbuhnen und Kiesschüttungen schaffen eine Variabilität der Strömungen und erweitern Laichorte.