Hafenpromenade Enge, Zürich
Hafenpromenade Enge, Zürich
Engere Wahl
Offener Wettbewerb, 2021 (unter den ersten 8 Projekten)
Auftraggeberin
Grün Stadt Zürich
Federführung
Eberli Landschaftsarchitektur (Projektübernahme von Skala Landschaft Stadt Raum)
Architektur
Schmid Schärer Architekten, Zürich
Ökologie
Regula Müller, Zürich
Visualisierungen
maaars, Zürich
Die grossmassstäblichen Seefrontbauten erfordern eine grosszügige Reaktion. Die Hafenpromenade Enge wird als Terrasse der dahinterliegenden Gebäude verstanden. Als Anlehnung an eine Terrasse, wird der Bodenbelag entlang der Promenade mit grossmassstäblichen Ortbetonplatten versehen.
Die ebenerdigen und entlang der Hafenmauer in Sitzhöhe liegenden Natursteinquader umrahmen die Ortbetonplatten und lassen eine neue Massstäblichkeit im Bodenbelag erlebbar machen, welche mit den Gebäuden an der Hafenfront in Dialog treten. Ebenso treten die entlang der Hafenpromenade neu gepflanzten Silberweiden als Grossbäume in Erscheinung, welche sich in ihrer Grösse, Habitus und Volumen vor der gebauten Hafenfront in Position stellen
Die Hafenpromenade erfährt mit der Neugestaltung eine klimaökologische Aufwertung. Es kommen kühlende Wassernebeldüsen zum Einsatz, grosszügige chaussierte Bereiche werden mit Ruderalvegetation begrünt und es werden Nischen für Pflanzen und Tiere geschaffen. Zielarten sind die Sandbiene, die Blaumeise und die Ringeltaube. Mit unterschiedlich ausgestalteten Grünelementen wird ein Netz von spezifischen Lebensräumen nicht nur für die Zielarten, sondern für alle am Standort vorhandenen Tiere und Pflanzen geschaffen
Die Kioskbau wird als schmaler, langgezogener Pavillon ausgebildet, welcher sich mit seiner Hauptfront zum See hin ausrichtet. Ein grosszügig auskragendes Vordach bildet einen zum See orientierten, sonnengeschützten Aussenraum aus. Die Architektur wird geprägt durch eine charakteristische Schnittausbildung, welche aus den sanft geschwungenen Linien des beidseitig auskragenden Dachs entsteht. Die konkaven Unterseiten werden dabei mit Holzlatten verkleidet und erhalten so den Charakter eines Interieurs, wie man es etwa von Schiffsinnenräumen kennt.