Seeuferpark CU-Areal, Uetikon am See
Seeuferpark CU-Areal, Uetikon am See
2. Rang
Offener Wettbewerb, 2023
Auftraggeber
Kanton Zürich, Hochbauamt
Federführung
Eberli Landschaftsarchitektur (Projektübernahme von Skala Landschaft Stadt Raum)
Architektur
Schmid Schärer Architekten, Zürich
Ökologie
Regula Müller Ökoberatung, Zürich
Visualisierungen
Pyxel, Luzern
Der Projektvorschlag macht aus der Not eine Tugend. Die vorhandenen Böden sind stark belastet. Für das Regenwasser durchlässige Oberflächen zu erstellen ist nur mit aufwändigen und teuren Bodenersatzmassnahmen möglich.
Wir wollen diese Rahmenbedingungen bewusst in unserem Entwurf berücksichtigen. Mit landschafsarchitektonisch gestaltenden Eingriffen wird der teure Bodenersatz minimiert und es werden trotzdem chaussierte Bereiche und genügend Grünflächen für den Park angeboten; aus der Not wird so eine Tugend.
Es werden zwei grosszügige Baumkompartimente geschaffen, welche sich in ihrer Massstäblichkeit an den umgebenden Gebäuden orientieren und als städtebauliche vegetative Volumen erfahrbar sind. Ein umlaufendes Natursteinband umfasst jeweils diese Kompartimente und macht sie im Belagskontext erkennbar.
Verschiedene Beläge und Spuren, vielfach bestehend, teilweise neu, generieren ein vielfältiges Mosaik an Oberflächen. Atmosphären des ehemaligen Industrieareals sind so, neben den bestehenden Gebäuden, auch im Freiraum erfahrbar. Der Bestand wird auf ungezwungene Art und Weise mit dem Neuen verwebt. Teilweise ist das Alte wahrnehmbar, teilweise wird es vom Neuen überlagert.
Mit Seeplatz, Sportmöglichkeiten, Spielbrunnen, Spielplätze, Badi, verschiedenen Badezugängen gibt es eine hohe Vielfalt an räumlich und atmosphärisch differenzierten Orten, welche die Parkbesucher unterschiedlich nutzen und erfahren können. Die Bereiche mit niedrigerem Aktivierungsgrad zeichnen sich durch eher lineare Parkbereiche mit Promenaden aus, welche kleinere Platz- und Freiraumnischen beherbergen.
Naturnah gestaltete Parkbereiche mit womöglich entsiegelten Oberflächen stellen einen strukturreichen Lebensraum zur Co-Nutzung für Menschen, Pflanzen und Tiere zur Verfügung. Kiesbereiche, einheimische Vegetation, Säume entlang Gebäuden und Mauern, Natursteinmauern, -treppen, und -bänder mit Fugen und Nischen sind vorhanden.
Der Zeitzeuge - Räumliches Potenzial genutzt für sozialräumliches Angebot. Eine grosszügige überdeckte Aussenhalle wird geschaffen, welche Platz bietet für vielfältige Aktivitäten des Sommerbetriebs: ein Kiosk mit grossem Sitzbereich, Umkleiden/ WCs für den Badibetrieb sowie Platz für Spiele wie etwa Tischtennis oder Schach. Die dafür nötigen Einbauten werden als eingeschossige Strukturen ins offene Hallenvolumen eingestellt, ohne die räumliche Wirkung des hohen Raums zu beeinträchtigen.