Umgebungsgestaltung Kronenareal, Dietikon

1. Rang

Offener Wettbewerb, 2024

In Projektierung

Auftraggeberin

Stadt Dietikon, Hochbauabteilung

Federführung

Eberli Landschaftsarchitektur (Projektübernahme von Skala Landschaft Stadt Raum)

Architektur

S2 Architekten, Zürich

Visualisierungen

maaars, Zürich

Kronenareal 1
Kronenareal 2

Auszug aus dem Jurybericht:
«Das Projekt «back to the roots» überzeugt durch eine sensible und poetische Gesamtvision des historischen Areals. Wenige Elemente fügen sich zu einem stimmigen Ganzen, das zwischen notwendiger Funktionalität und gewünschter Identität vermittelt. Die Verfasser verstehen das Kronenareal als Teil eines Freiraumnetzes. Als solches setzten sie es in Beziehung zu den belebten Fussgängerzonen der Innenstadt im Osten und, wo erlaubt, zur Reppisch im Westen.
Der chaussierte Zehntenplatz bildet ein Pendant zum Garten des Restaurants Krone und schafft einen öffentlichen Aufenthaltsbereich, der zusammen mit der Scheune eine Einheit ergibt. Ein Brunnen als besonderes Element lockt und belebt den Platz. Die Pergola setzt einen Akzent, ohne die Sicht auf die Scheune zu verdecken."

Kronenareal 7 Schemen 4

"Der Hedingerplatz wird im Sinne einer Allmend als offene, chaussierte Fläche für multifunktionale Nutzungen definiert. Dadurch wird der Eindruck eines Parkplatzes minimiert. Die vorhandenen ausdruckskräftigen und raumbildenden Föhren vermitteln zwischen den gegenüberliegenden Neubauten und dem historischen Ort. Sie sollen in die künftige Gestaltung integriert werden.»

Kronenareal 3

Der fliessende Pflastersteinbelag im Innern des Kronenareals ist für alle Verkehrsteilnehmer benutzbar, vorrangig für den Fussverkehr. In diesen Bereichen sind bewusst keine Fahrspuren vorhanden, um das Kooexistenzprinzip zu fördern und dass die Verkehrsteilnehmer gegenseitig Rücksicht aufeinander nehmen. Im Belag stehende Bäume bewirken ausserdem, dass langsam gefahren wird. Die geforderten Lichtraumprofile, Begegnungsfälle und Schleppkurven sind überall eingehalten. 

Kronenareal 6

Die Freiräume erfahren eine stadtklimatische Aufwertung. Bodenbeläge werden wo möglich entsiegelt. Es werden Chaussierungen und begrünte Natursteinbeläge mit offenen Fugen eingesetzt. Dies fördert, dass vermehrt Regenwasser versickert wird. Gleichzeitig trägt dies zu einer Kühlung des Stadtraums bei. Chaussierungen und offene Bodenbeläge mit einwachsender Vegetation bieten Kleinlebewesen und Insekten einen Lebensraum. 

Kronenareal 9 Schemen 2

Das Beleuchtungskonzept setzt sich bewusst von der umliegenden Strassenbeleuchtung ab. Die öffentlichen Aufenthaltsorte werden dabei mit Lichterketten in den Bäumen betont und schaffen so auch abends eine hohe Aufenthaltsqualität unter den üppigen Blätterdächern. 
Die Lindenplätze im Inneren des Kronenareals sind je mit einer hohen Mastleuchte ausgeleuchtet, die den Orten einen höheren Öffentlichkeitsgrad und Repräsentativität verleiht.